Trigger-Warnung: Dieser Beitrag enthält ironische Elemente und behandelt Themen wie Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit. Bitte lesen Sie den Beitrag nicht, wenn Sie empfindlich auf solche Inhalte reagieren!!!
Seit meinem Umzug nach Deutschland habe ich mich intensiver mit Themen wie Religion und Herkunft auseinandergesetzt als je zuvor in meiner Heimat. Nie zuvor habe ich so viel über Muslime und den Islam gelesen. Anfangs dachte ich, dass dieses Interesse irgendwann nachlassen oder ich mich daran gewöhnen würde. Vielleicht würde ich eines Morgens aufwachen und feststellen, dass all diese Herausforderungen verschwunden sind. Allein der Gedanke daran ist beruhigend und erleichternd. Wahrscheinlich würde auch das Gesundheitsministerium davon profitieren, da weniger Depressionen auftreten würden.
Herausforderungen, die “Weiße” nicht haben
Hier einige Beispiele für Herausforderungen, die MigrantInnen oft erleben:
• Kulturelle Vorurteile:
“Ihr seid aber nicht kultiviert!” – Offenbar aus dem Land der unerschöpflichen Neugierde.
• Lohnungleichheit / Migrant Pay Gap:
Trotz unermüdlicher Arbeit verdienen MigrantInnen durchschnittlich 13,6% bis 17,6% weniger als Einheimische. Aber wer braucht schon gerechte Bezahlung, wenn man die “Ehre” hat, weniger zu bekommen?
• Wohnungssuche:
“Vermietet an Deutsche” – der geheime Code für “Bitte keine Türken/Araber etc.”. Offenbar ist die Postleitzahl entscheidender als die Bonität.
• Diskriminierung im Gesundheitssystem:
Wer braucht schon Ärzte? Schließlich ist es viel spannender, mit unbehandelten Krankheiten durch den Alltag zu stolpern.
• Fremdenfeindlichkeit:
Die einzige Konstante in einem Meer wechselhafter Meinungen.
Warum bleiben wir dann hier?
Nun fragen sich einige: Warum bleiben wir überhaupt hier, wenn es uns angeblich so schlecht geht? Vielleicht, weil:
• Unsere Vorfahren nach dem Zweiten Weltkrieg dieses Land mit aufgebaut haben, trotz magerer Bezahlung und allgegenwärtiger Diskriminierung.
• Wir fleißig Steuern zahlen, damit der Nachbar, der die AfD wählt, weiterhin seine sozialen Leistungen beziehen kann und zum Remigrationsplan beiträgt!
• Wir mehr Respekt vor Demokratie und Gesetzen haben als gewisse Nazis!
• Wir auf intellektueller und bildungspolitischer Ebene genauso viel beitragen wie die “Eingeborenen”.
• Im Osten Deutschlands dringend Ärzte gebraucht werden.
• Wir Impfstoffe benötigen, um nicht kollektiv auszusterben.
• Wir in die Rentenkassen einzahlen, damit die “Eingeborenen” ihren wohlverdienten Lebensabend finanzieren können.
Ach, und bitte vergesst nicht, beim Verlassen der Garderobe eure tägliche Dosis Gaslighting vom “weißen Mann” abzuholen. Schließlich muss er uns unbedingt einreden, dass wir übertreiben und die Diskriminierung in unseren Herkunftsländern genauso schlimm ist.